| BMD UND BASEL II | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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1 Die Regelwerke Basel I und Basel II 1 1 Basel I 1988 wurde am Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel die Eigenmittelvereinbarung - Basel I - unterzeichnet. Sein Hauptziel war die Verbesserung der Stabilität des internationalen Finanzsystems durch global gültige Eigenkapitalvorschriften für Banken. Im Gesamtbankensystem sollte ein Stand an Eigenmitteln erreicht werden, mit welchem das Risiko von Bankinsolvenzen entscheidend gesenkt bzw. die Kosten für Einleger und Steuerzahler, falls es trotzdem zu einer Insolvenz kommen sollte, auf ein verkraftbares Mass reduziert werden könnten. 1 2 Basel II Die vor fünf Jahren begonnene Revision für Basel II soll indessen Unzulänglichkeiten von Basel I überwinden und den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Zentral ist die Abkehr von weitgehend risikoneutralen Eigenmittelanforderungen für Banken und die Neuausrichtung umfassendere Ausgestaltung der Mindestkapitalregelung, welche sich an den Risikofaktoren misst.
Im Januar 2006 startet in der Schweiz der Parallel-Betrieb. Zweck ist es, die beiden Regelwerke Basel I und II miteinander zu vergleichen, um allfällige Anpassungen der Basel II-Modelle vornehmen zu können. Im Bereich der Kreditrisiken und operationellen Risiken müssen die einfacheren Verfahren bis Ende 2006 implementiert sein.
Es ist sinnvoll, die Eigenmittelunterlegung risikogerecht abzustufen. Durch die Fortschritte der letzten Jahre im Kreditrisikomanagement der Schweizer Finanzinstitute wurde vieles von Basel II bereits vorweggenommen. Die meisten Schweizer Banken wenden bereits heute Ratings an und berechnen risikobezogene Preise. Die Auswirkungen von Basel II auf die Kreditkunden in der Schweiz dürften sich deshalb in Grenzen halten; namentlich für viele Firmenkunden ist kaum mit veränderten Kreditkonditionen infolge des zukünftigen Eigenmittelerfordernisses zu rechnen. Das 3-Säulenprinzip von Basel II
2 Rating Eine gezielte Risikosteuerung ist nur möglich, wenn ihr eine präzise Erfassung und Messung der eingegangenen Risiken vorausgehen. Hier setzen bankinterne Ratingverfahren ein. Der Begriff qualitative Kriterien herangezogen und zu einem Gesamtbild untereinander verknüpft, welches dann anhand einer Skala benotet - respektive mit einem Ratingkriterien
In ein Firmenrating fliessen sowohl quantitative (insbesondere Bilanzkennzahlen) als auch qualitative Faktoren (sogenannte Softfaktoren) ein. Die Gewichtung der verschiedenen Ratingfaktoren ist Gegenstand vieler Diskussionen. Üblich ist jedoch die stärkere Gewichtung der quantitativen Faktoren (Figur 14, vorangehende Seite). Wichtig ist, dass ein Rating nicht als Konstante aufgefasst wird. Es wird im Normalfall jährlich (nach Erhalt derAbschlusszahlen) überprüft. Der Kreditzinssatz hängt mit seinen beiden Determinanten Risikoprämie und Kosten für das regulatorische oder ökonomische Eigenkapital teilweise vom Rating ab.
3 Wo unterstützt BMD Ihr Unternehmen im Rahmen von Basel II 3 1 Instrumentarium Eine wesentliche Neuerung ist die Miteinbeziehung von qualitativen Faktoren. Wurden bisher grundsätzlich die Hardfacts bewertet (Gewinn, Eigenkapital, Cash-flow usw.), so werden Faktoren wie:
beurteilt. Diese "weichen" Faktoren fliessen bei einzelnen Kreditinstituten mit bis zu 40% in das Rating ein. Je nach Ratingklasse ergeben sich höhere oder niedrigere Zinskosten für den Kunden. Wir empfehlen eine frühzeitige Beschäftigung mit Basel II - insbesondere auch mit den Softfacts, Informationsbeschaffung über Ratings sowie Gespräche mit den Banken zu führen. Mit folgenden Instrumentarien kann BMD behilflich sein, ein gutes Rating zu erzielen:
3 2 Auswertungen von Kennzahlen Das NTCS-Bilanzrating stellt Ihnen folgende Kennzahlen tabellarisch und grafisch standardmässig zur Verfügung:
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